21.05.2012

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13:19 Uhr

Diese Sendung ist ein TV-Tipp!

Ich bin die Andere

Spielfilm Deutschland 2006 - Margarethe von Trotta zum 70. Geburtstag

16 zu 9 Format Dolby Untertitel für Gehörgeschädigte

Das Erste

Donnerstag, 23.02.12 | 00:20 - 01:55 (95 Min.)

Film

Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit

Inhalt der Sendung

Robert Fabry, ein junger Ingenieur, ist verlobt mit seiner Kollegin Britta. Auf einer Geschäftsreise verbringt Robert im Hotel eine Nacht mit der aufreizenden Carlotta, die anscheinend ein Doppelleben als Rechtsanwältin und Prostituierte führt.

Am Tag nach der gemeinsamen Liebesnacht mit Carlotta sitzt Robert bei seinem Geschäftstermin der eleganten Dr. Carolin Winter gegenüber - trotz völlig anderer Aufmachung offensichtlich dieselbe Frau. Dass die kühle Anwältin, die versiert seinen Fall betreut, kein Zeichen des Wiedererkennens gibt, hält er für einen Teil des erotischen Spiels, das ihn gefangen nimmt. Nach einem gemeinsamen Abendessen kann Carolin sich seiner nur mit Mühe erwehren und flüchtet verstört. Robert nimmt ihre Spur auf und besucht sie bei ihrer Familie, die auf einem herrschaftlichen Weingut im Rheingau residiert. Dort trifft er auf Carolins alkoholabhängige Mutter, eine aufreizende Zofe und Carolins Vater, einen Tyrannen, der im Rollstuhl sitzt.

Im Kreise ihrer Familie erlebt Robert Carolin als devote Tochter. Nach einer neuerlichen erotischen Begegnung erkennt er, dass sie eine gespaltene Persönlichkeit besitzt, geprägt von der Erfahrung einer inzestuösen Vater-Tochter-Beziehung und dem Bedürfnis nach Freiheit und Autonomie. Robert will Carlotta/Carolin dennoch unbedingt heiraten. Er verlässt dafür seine Lebenspartnerin Britta. Doch Carolins Vater will seine Tochter nicht gehen lassen.

Nach dem gleichnamigen Roman des Fassbinder-Autors Peter Märthesheimer verfilmte die international renommierte Regisseurin Margarethe von Trotta das schillernde Melodram einer Frau, die unter Persönlichkeitsspaltung leidet; prominent besetzt mit Katja Riemann, Armin Mueller-Stahl, August Diehl, Barbara Auer und Bernadette Heerwagen.

Die gebrochenen weiblichen Charaktere erinnern an das Werk von Rainer Werner Fassbinder, der Beziehungen stets als Spiegelbild gesellschaftlicher Ausbeutungsmechanismen darstellte; in der Tat basiert der Film auf einem Roman von Fassbinders langjährigem Mitarbeiter und Adolf-Grimme-Preisträger Peter Märthesheimer, der zusammen mit Pea Fröhlich, die ebenfalls für Fassbinder schrieb, auch das Drehbuch verfasste. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Margarethe von Trotta hat das Melodram mit eindrucksvollen Bildern und großem Starensemble in Szene gesetzt. Neben Armin Mueller-Stahl als sadistischem Patriarchen und Barbara Auer als ihm hörige Geliebte überzeugt Katja Riemann - als Femme fatale in rotem Leder und mit platinblonder Perücke, als selbstbewusste Karrierefrau und als abhängige Tochter. So erschafft sie einen in seiner Labilität faszinierenden Charakter, gefangen in einem Teufelskreis aus Liebe und Abhängigkeit.

Stab und Besetzung

Darsteller/Regie 
Carolin Winter / Carlotta Katja Riemann
Robert Fabry August Diehl
Britta Bernadette Heerwagen
Bruno Dieter Laser
Dr. Maiser Peter Lerchbaumer
Frau Winter Karin Dor
Fräulein Schäfer Barbara Auer
Karl Winter Armin Mueller-Stahl
Kamera Axel Block
Drehbuch Pea Fröhlich, Peter Märthesheimer
Regie Margarethe von Trotta

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Carolin Winter (Katja Riemann) berichtet ihrem Vater von ihren Männeraffären.
Robert (August Diehl) will die faszinierende Carolin (Katja Riemann) heiraten.

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